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Hans Roger Kolwes - Vorsitzender der Bergischen Zahnärzte

kug). Au Backe, diese Themen klingen nicht gerade angenehm: Knöcherne Regeneration, Zahnrestauriernng mit Gold und Füllungswerkstoffe nach "Evidence based-Kriterien". Doch, wenn vom 10. bis 12. Juni die Jahrestagung des Bergischen Zahnärztevereins in Wuppertal stattfindet, braucht Hans Roger Kolwes nicht zu befürchten, dass es an interessiertem Publikum mangelt. Kolwes ist 1. Vorsitzender des Zahnärztevereins und rechnet mit etwa 500 Kollegen, die zum Jahrestreffen erscheinen.

"Zwar ist unser Verein mit dem Gründungsjahr 1896 nicht der älteste wissenschaftliche Zusammenschluss von Zahnmedizinern in Deutschland, aber wir gehören sicherlich zu den aktivsten Vereinen unserer Fachrichtung", sagt Kolwes nicht ohne Stolz.

Dr. Hans Roger Kolwes - ist Vorsitzender des Bergischen Zahnärztevereins.


Der Wuppertaler ist promovierter Zahnarzt und leitet seit 1999 den Bergischen Zahnärzteverein. Dieser hat sich zur Aufgabe gemacht, insbesondere die Fortbildung der Dentisten zu fördern. "Bis zur Wiedergründung unseres Vereins, der 1935 von den Nazis aufgelöst worden war, beschäftigten sich unsere Vorgänger nicht nur mit der Fortbildung, sondern auch mit den Krankenkassenabrechnungen und anderen Dingen, die heute von verschiedenen zahnärztlichen Organisationen wahrgenommen werden. Seit 1948, dem Jahr der Wiedergründung, konzentrieren wir uns auf die fachliche Fortbildung", erklärt Kolwes, der gemeinsam mit der Deutsche Gesellschaft für Zahnerhaltung (DGZ) die diesjährige Tagung in Wuppertal ausrichtet.

Der Medizinerkongress bildet jedoch nur den Höhepunkt der Vereinsaktivitäten. Denn mindestens einmal im Monat finden Kurse oder Veranstaltungen statt, die das Fachwissen der Zahnärzte bereichern. Dazu kommen Exkursionen zu namhaften Universitäten im deutschsprachigen Bereich und Besuche bei Firmen, die zahnmedizinischen Bedarf herstellen. Mit gemütlichen und gesponserten Ausflügen hat das freilich nichts zu tun, denn beim Bergischen Zahnärzteverein geht es um Informationen über Behandlungsmethoden und Risiken. Für bestimmte Vorträge erhält der teilnehmende Arzt so genannte Fortbildungspunkte, die zum Nachweis seiner ständigen Qualifikation dienen. Ferner kooperiert man mit anderen regionalen zahnärztlichen Gesellschaften, um auch deren Kursangebot nutzen zu können.

"Wir finanzieren uns fast ausschließlich über Mitgliedsbeiträge und Teilnahmegebühren, so dass wir unsere Unabhängigkeit bewahren können", berichtet Kolwes, dessen Verein zur Zeit etwa 250 Mitglieder zählt. Die stammen aber nicht nur aus dem Bergischen Städtedreieck, sondern aus dem gesamten Bundesgebiet.

Zudem richtet sich der Verein an die Mitarbeiter der Zahnärzte, denen man spezielle Kurse anbietet. Das reicht von der Vorbeugung bis zur Ersten Hilfe in der Zahnarztpraxis.

"Jeder ehrenamtliche Vereinsvorstand wird nachfühlen können, mit welchem Aufwand die Planung und Durchführung eines regelmäßigen Programms verbunden ist. Das gilt selbstverständlich auch für uns. Geld für die Vereinsarbeit gibt es nicht. Wir konnten im Laufe der Zeit zahlreiche Kontakte zu Krankenhäusern, Referenten und Organisationen aufbauen, die uns bei der Programmgestaltung helfen", erläutert Kolwes, der sich eine steigende Mitgliederzahl wünscht.

Weitere Informationen zum Bergischen Zahnärzteverein gibt es unter Telefon 0202/420828 oder im Internet (www.bzaev.de).

01.03.2003: Zä. Mitteilungen (2)
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