Bergischer Zahnärzteverein e. V.

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25. November 2017

Prof. Dr. Peter Eickholz, Frankfurt/Main

Prof. Dr. Peter Eickholz

Furkationsbeteiligung: parodontale Katastrophe oder lösbares Problem?

Vortrag

Samstag, 25.11.2017 - 10:00 Uhr bis 13:00 Uhr

Mahler Saal
Historische Stadthalle Wuppertal
Johannisberg 40
42103 Wuppertal
www.stadthalle.de



Diese Veranstaltung wird aus Mitgliedsbeiträgen
des Bergischen Zahnärztevereins finanziert.
Es gibt zur Halbzeit eine Pause mit Wasser, Kaffee, Tee und Gebäck.

Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Teilnahmegebühren:  
Mitglieder des BZÄV und der ZGiH gebührenfrei
Nichtmitglieder 60,00 €

Was ist das Problem mit furkationsbeteiligten Zähnen?
Die durch Parodontitis befallenen Furkationen mehrwurzeliger Zähne sind Nischen, die der individuellen Hygiene der Patienten nicht und der professionellen Instrumentierung des zahnärztlichen Teams nur begrenzt zugänglich sind. Deshalb persistiert dort die Infektion und die parodontale Destruktion schreitet voran. In Abhängigkeit vom Schweregrad des Furkationsbefalls verschlechtert sich die Prognose von Molaren.

Wie häufig ist dieses Problem?
Bei Parodontitispatienten ist an etwa 60% der Molaren mit Furkationsbefall zu rechnen, knapp 40% weisen Grad-II- und –III-Furkationsbefall auf.

Was also tun bei Furkationsbeteiligung?
Furkationsbefall von Grad I verschlechtert die Prognose eines Molaren nicht wesentlich, macht aber nach nichtchirurgischer antiinfektiöser Therapie häufig noch eine Zugangslappenoperation erforderlich. Bukkaler und lingualer Grad-II-Furkationsbefall bei gutem approximalem Knochenangebot ist eine erfolgversprechende Indikation für regenerative Verfahren. Fortgeschrittene Grad-II-Furkationsbefälle und durchgängige Furkationen sind in Abhängigkeit von der strategischen Bedeutung der Zähne Indikationen zur Extraktion, resektive Therapie (Wurzelamputation, Hemisektion, Tunnel) oder palliative Maßnahmen (hinhaltende Therapie).

Von welchen Langzeitergebnissen darf ausgegangen werden und welche Faktoren beeinflussen den Therapieerfolg?
Bei geeigneter Indikationsstellung haben resektiv therapierte Molaren eine vergleichbar gute Langzeitprognose wie im Molarengebiet inserierte enossale Implantate. Grad-III-Furkationsbefall und starker approximaler Knochenabbau sowie Zigarettenkonsum wirken sich negativ auf die Langzeitprognose aus.



Die Leitsätze und Empfehlungen der DGZMK und der BZÄK zur zahnärztlichen Fortbildung [343 KB] werden bei dieser Fortbildungs-Veranstaltung berücksichtigt.
Die Punktevergabe erfolgt streng nach den Vorgaben des Beirats Fortbildung der ZZQ.

Zahnärzte erhalten für diese Veranstaltung
3 Fortbildungspunkte (BZÄK/DGZMK).

Prof. Dr. Peter Eickholz
Universität Frankfurt

  Curriculum vitae:
1982 - 1987 Studium der Zahnheilkunde in Köln
1988 - 1989 Tätigkeit als Sanitätsoffizier bei der Bundeswehr
1989 Promotion
1989 - 1992 Wissenschaftlicher Mitarbeiter der Poliklinik für Parodontologie der Universität Münster
1992 Fachzahnarzt für Parodontologie
1992 - 2004 Poliklinik für Zahnerhaltungskunde der Universität Heidelberg
1994 Spezialist für Parodontologie der Deutschen Gesellschaft für Parodontologie
seit 1995 Oberarzt der Sektion Parodontologie
1997 Habilitation
seit 2000 Leiter der Sektion Parodontologie
2003 Außerplanmäßige Professur
seit 2004 Direktor der Poliklinik für Parodontologie am Zentrum für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde, Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt
2011 - 2016 Präsident der DG PARO (Deutsche Gesellschaft für Parodontologie e. V.)
Mitgliedschaften:
Editorial Board des Journal of Clinical Periodontology
Editorial Board des Journal of Dentomaxillofacial Radiology
Editorial Board der Zeitschrift für Ästhetische Zahnmedizin
Wissenschaftlicher Beirat der Deutschen Zahnärztlichen Zeitschrift
Redaktion der Zeitschrift Parodontologie
Erster Vorsitzender der Neuen Arbeitsgruppe Parodontologie (NAgP)
Zweiter Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft für Grundlagenforschung (AfG)
Hauptarbeitsgebiete:
Diagnostik und Therapie der Furkationsbeteiligung
Computerunterstützte Röntgendiagnostik
Regenerative Parodontitistherapie (GTR)
Lokale Antibiotikatherapie
Langzeitergebnisse nach Parodontitistherapie und Einfluss von Risikofaktoren.