StartseiteFortbildung beim BZÄVZahntechniker

Prof. Dr. Roland Frankenberger, Marburg

Reparieren oder Ersetzen – praktische Maßnahmen zur Lebensdauerverlängerung von zahnärztlichen Restaurationen

Vortrag mit Diskussion

Samstag, 29.05.2010 - 10:00 Uhr bis 13:00 Uhr


Hörsaal FZH 1
Bergische Universität Wuppertal
Campus Freudenberg
Rainer-Gruenter-Str. 21
42119 Wuppertal

Prof. Dr. Roland Frankenberger -



Diese Veranstaltung wird aus Mitgliedsbeiträgen des Bergischen Zahnärztevereins finanziert.
Es gibt zur Halbzeit eine Kaffeepause mit Kaffee/Tee und Gebäck.

Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Teilnahmegebühren:  
Mitglieder des BZÄV, der ZGiH und der NZG gebührenfrei
Studenten der Zahnheilkunde gebührenfrei
Nichtmitglieder 50,00 €


Curriculum vitae:

1987 - 1992 Studium der Zahnheilkunde, Universität Erlangen-Nürnberg
1990 Aufnahme in die Hanns-Seidel-Stiftung
1991 - 1992 Stipendiatensprecher der Hochschulgruppe Erlangen-Nürnberg
Dezember 1992 Staatsexamen und Approbation
Juli 1993 Promotion
1993 - 1994 Stabsarzt in Trollenhagen und Neuburg/Donau
ab April 1994 Wissenschaftlicher Assistent, Zahnklinik 1 Erlangen
1998 Nachwuchsreferent des Jahres 1998
1999 Jahresbestpreis der Deutschen Gesellschaft für Kinderzahnheilkunde
1999 Visiting Assistant Professor, University of North Carolina at Chapel Hill, USA
Juli 2000 Habilitation und Venia legendi
2000 - 2004 Generalsekretär der Deutschen Gesellschaft für Kinderzahnheilkunde
2000 - 2004 Sprecher der DGK im Konvent der DGKJ
2001 Berufung in den Wissenschaftlichen Beirat der AG Keramik
September 2001 Auszeichnung mit dem Miller-Preis der DGZMK
Juni 2002 Fellowship des International College of Dentists (FICD)
2005 - 2006 Mitglied im Publications Committee der International Association of Dental Research
Dezember 2005 Berufung in das Editorial Board der Quintessenz
März 2006 Ernennung zum Fellow der Academy of Dental Materials (FADM)
Mai 2006 Berufung in den Wissenschaftlichen Beirat für Restaurative Zahnheilkunde der Deutschen Gesellschaft für Zahnerhaltung
Juli 2006 Preis für gute Lehre in der klinischen Zahnmedizin, Med. Fak. FAU Erlangen
August 2006 Ernennung zum apl. Professor, FAU Erlangen
Juni 2007 Preis für gute Lehre in der klinischen Zahnmedizin, Med. Fak. FAU Erlangen
15. Mai 2009 Lehrstuhl für Zahnerhaltungskunde an der Philipps-Universität Marburg


Mitglied in folgenden Editorial Boards:

Journal of Dentistry
American Journal of Dentistry
Journal of Adhesive Dentistry
ZWR
Oralprophylaxe Kinderzahnheilkunde
Quintessenz
International Journal of Brazilian Dentistry
Russian Journal of Operative Dentistry
Ästhetische Zahnmedizin
ZMK live
AG Keramik


Zum Inhalt:

Das Hauptmerkmal restaurativer Maßnahmen im bleibenden Gebiss ist die Wiederholungsrestauration, das heißt dass jeder Zahnarzt in Deutschland numerisch mehr insuffiziente Restaurationen (incl. Kronen und Brücken) ersetzt als er primäre Läsionen versorgt. Diese Tätigkeit wird als „Re-Dentistry“ bezeichnet und oftmals dadurch charakterisiert, dass das Verhältnis von Reparatur und Neuanfertigung fast immer zu letzterem tendiert. Außerdem wird die Reparatur noch immer von manchem abwertend als „Pfusch“ diskreditiert. Das kommt primär daher, dass die Restauration schon eine Reparatur der Läsion darstellt, und die Reparatur der Restauration somit die „Reparatur der Reparatur“ wäre. Das scheint mit dem Qualitätsbewusstsein mancher Kollegen nicht vereinbar, diese Herangehensweise ist jedoch als falsch zurückzuweisen, da sie von übertriebenen Lebensdauerannahmen zahnärztlicher Restaurationen ausgeht. Betrachtet man die unterschiedlichen Versorgungsmöglichkeiten und erwägt Reparatur versus Neuanfertigung, so ist auch die Entfernbarkeit der als insuffizient eingestuften Restauration zu erörtern: Hier zeigen die adhäsiv befestigten Restaurationen klare Tendenzen in Richtung Reparatur, da die rotierende Entfernung dieser meist sehr gut an die Zahnhartsubstanzen angepassten Füllungen selbst mit optischen Vergrößerungshilfen schwer und langwierig ist. Im Umkehrschluss heißt das auch, dass bei Zeitnot unter wirtschaftlichen Bedingungen in der Praxis unnötig gesunde Zahnhartsubstanz verloren ginge. Bei Amalgamfüllungen und Kronen trifft dies durch den Kontrast zu Schmelz und Dentin nicht in dem Maße zu, aber auch hier geht bei der Entfernung Zahnhartgewebe verloren.
Bei einer indikationsgerechten Abwägung von Vor- und Nachteilen kann der Möglichkeit der intraoralen Reparatur von Restaurationen heute eine gute klinische Prognose bescheinigt werden.

Zahntechniker
7.-9.5.10: Exkursion nach Graz
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