Bergischer Zahnärzteverein

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23. November 2019

Prof. Dr. Dr. Anton Sculean, Bern

Prof. Dr. Dr. Anton Sculean
Prof. Dr. Dr. Anton Sculean

Das Berner Konzept für die regenerative und plastisch ästhetische Parodontalchirurgie und Korrekturen von Weichgewebsdefekten am Implantat

Fortgeschrittenen-Kurs

Samstag, 23.11.2019 - 13:30 Uhr bis 18:30 Uhr

Mahler Saal
Historische Stadthalle Wuppertal
Johannisberg 40
42103 Wuppertal
www.stadthalle.de

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  • zur Person

Dieser Kurs ist eine Veranstaltung der Studiengruppe ParoExcellence.

Teilnahmegebühren: 90,00 €

Die rekonstruktive Chirurgie spielt heute in der Parodontologie und Implantologie eine grosse Rolle. Modernste chirurgische Techniken machen es heutzutage möglich, Ergebnisse zu erzielen, die bis vor einigen Jahren nicht denkbar waren. Innovative Techniken unter Verzicht auf vertikale Entlastungsinzisionen in Kombination mit hochwertigen Biomaterialien und von subepithelialen Bindegewebstransplantaten, resultieren in einer verbesserten Wundheilung und vorhersagbaren klinischen Ergebnissen. Die konsequente Integration verschiedener Techniken in das gesamte Behandlungskonzept, ermöglicht die Langzeitprognose von parodontal geschädigten Zähnen erheblich zu verbessern und dadurch die Kaufunktion und Ästhetik zu optimieren.
Ziel des Vortrags ist es, parodontologisch interessierten Zahnärztinnen und Zahnärzten eine Übersicht über die verschiedenen in der regenerativen Verfahren in der Therapie von intraossären Defekten und Furkationen sowie für die Behandlung von Weichgewebsdefekten am Zahn und Implantat zu geben.
Die regenerative Parodontalchirurgie zielt auf die Wiederherstellung des verlorengegangenen Zahnhalteapparates (d.h. Neubildung von Wurzelzement, Desmodont und Alveolarknochen) um dadurch eine Reduktion der Sondierungstiefen auf ≤ 5mm und eine komplette oder teilweise Schliessung von Klasse II Furkationen zu erreichen. Letztendich sollten diese Techniken in einer Verbesserung der Langzeitprognose von parodontal beschädigten Zähnen bewirken.
In den letzten Jahrzehnten wurde eine Vielzahl von Materialien wie z. B. Membranen (GTR), Knochenersatzmaterialien, Schmelzmatrix Proteine, Wachstumsfaktoren oder deren Kombinationen eingeführt, um diese Ziele vorhersagbar zu erreichen.
Eigene Ergebnisse der letzten 10 Jahren konnten zeigen, dass die Varianten der Tunneltechnik wie der modifizierte koronal verschobene Tunnel (MKVT) und der lateral geschlossene Tunnel (LGT) zur vorhersagbaren Rezessionsdeckung führen können. Beide Techniken zeichnen sich durch eine mukoperiostale Lappenpräparation und eine spannungsfreie koronale oder laterale Verschiebung des Tunnellappens aus und ermöglichen somit eine komplette Deckung des Transplantats oder des Weichgewebsersatzmaterials. Bei multiplen Miller Klasse I, II und III Rezessionen resultierte der MKVT in Kombination mit einem subepithelialen Bindegewebstransplantat zu einer mittleren Deckung zwischen 83% und 96% und erste Fallserien demonstrierten auch die Möglichkeit einer vorhersagbaren Deckung von freiliegenden Kronenrändern und von tiefen singulären und multiplen Rezessionen im Unterkiefer. Der Gebrauch von bestimmten Kollagenmatrices oder von verschiedenen biologisch aktiven Substanzen wie Schmelzmatrix Proteine oder Hyaluronsäure könnten die Morbidität reduzieren und die Heilung positiv beeinflussen.
Das Ziel des Vortrags ist die Möglichkeit der Integration rekonstruktiver Techniken im parodontalen Gesamtkonzept darzustellen und, basierend auf wissenschaftlicher Evidenz und klinischen Fällen, die Relation zwischen benötigtem Aufwand und Langzeiterfolg zu demonstrieren. Basierend auf Fallpräsentationen und klinischen Videos wird die Integration verschiedener regenerativen und plastisch ästhetischen Techniken in das Praxiskonzept gezeigt und Empfehlungen für den Kliniker gemacht.



Die Leitsätze und Empfehlungen der DGZMK und der BZÄK zur zahnärztlichen Fortbildung [343 KB] werden bei dieser Fortbildungs-Veranstaltung berücksichtigt.
Die Punktevergabe erfolgt streng nach den Vorgaben des Beirats Fortbildung der ZZQ.

Zahnärzte erhalten für diese Veranstaltung
6 Fortbildungspunkte (BZÄK/DGZMK).

Prof. Dr. med.dent. Dr. h.c. (mult.) MS Anton Sculean
Universität Bern (CH)

Curriculum vitae:

1985 - 1990 Studium der Zahnheilkunde an der Semmelweis Universität Budapest
1990 - 1991 Assistent in freier Praxis
1991 - 1992 Assistent in der Poliklinik für Parodontologie der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster (Direktor: Prof. Dr. Dieter E. Lange)
1993 - 1995 Postgraduierte Ausbildung am Royal Dental College Aarhus (Dänemark), Abteilung für Parodontologie (Direktor: Prof. Dr. Thorkild Karring)
1997 Facharztprüfung für Parodontologie (Master of Science in Periodontology) an der Royal Dental College, Aarhus
1995 - 2002 Assistent und ab 1998 Oberarzt an der Universitätsklinik Homburg/Saar, Abteilung für Parodontologie und Zahnerhaltung
18.09.1999 Auszeichnung als Spezialist der DGP für Parodontologie im Rahmen der Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Parodontologie
05.07.2001 Habilitation im Fach Parodontologie an der Universität des Saarlandes, Homburg/Saar
2002 - 2004 Oberarzt und Leiter der Sektion Parodontologie an der Poliklinik für Zahnerhaltung, der Johannes Gutenberg-Universität Mainz,
Gewinner des „Anthony Rizzo Awards“ der International Association for Dental Research
2004 - 2008 Leiter der Abteilung für Parodontologie an der Universität Nijmegen
2004 - 2008 Direktor des EFP akkreditierten Weiterbildungsprogramms für Parodontologie an der Universität Nijmegen
23.10.2007 Ehrendoktorwürde der Victor Babes Universität Timisoara
07.11.2007 Ehrendoktorwürde der Semmelweis Universität Budapest
seit 01.12.2008 Direktor der Klinik für Parodontologie, Universität Bern

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